King of Pride (Kings of Sin 2) im Test: New-Adult-Roman im Check

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Band 2 der "Kings of Sin"-Reihe im Redaktionstest: Stil, Tempo, Figurenzeichnung und Romance-Dynamik auf 448 Seiten – mit klarer Einordnung für New-Adult-Fans.

King of Pride (Kings of Sin 2) im Test: New-Adult-Roman im Check

Einleitung

Mit King of Pride erscheint der zweite Band der Reihe Kings of Sin als deutschsprachige Ausgabe bei LYX. Inhaltlich wird der Titel klar im New-Adult- und Contemporary-Romance-Segment verortet: Im Zentrum steht eine stark beziehungsgetriebene Handlung, die über Dialoge, Anziehung und Konfliktentwicklung getragen wird. Das Buch ist ab 16 Jahren eingestuft und richtet sich entsprechend an ein Publikum, das Romance mit deutlicher Emotionalität und Spicy-Anteilen erwartet.

Im Test zeigt sich ein Roman, der weniger auf große Wendungen als auf eine kontrollierte, character-driven Dynamik setzt. Als typischer Kandidat für den SuB eignet sich der Band vor allem dann, wenn ein zügiges, gut konsumierbares Leseerlebnis gesucht wird, das sich als Comfort Read für Romance-affine Phasen anbietet.

Produktvorstellung

Vorliegend ist die Print-Ausgabe von LYX mit 448 Seiten geprüft worden. Das Buch ist als Band 2 von 5 ausgewiesen und damit klar in eine fortlaufende Reihenlogik eingebettet. Gleichzeitig wird die Handlung so angelegt, dass sie als eigenständige Liebesgeschichte funktioniert, während übergreifende Serienbezüge im Hintergrund mitschwingen. Im Test wurde das Buch als klassischer Trade-Paperback-Titel im LYX-typischen Programmumfeld eingeordnet: modern, zielgruppenorientiert, mit Fokus auf Romance-Inszenierung und gutem Lesefluss.

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16,00 €

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Fakten & bibliografische Daten

  • Titel: King of Pride (Kings of Sin, Band 2)
  • Verlag/Herausgeber: LYX
  • Erscheinungstermin: 22. Dezember 2023
  • Auflage: 5. Aufl. 2023
  • Sprache: Deutsch
  • Umfang: 448 Seiten
  • ISBN-10: 3736320868
  • ISBN-13: 978-3736320864
  • Originaltitel: Kings of Sins 02
  • Abmessungen: 13,5 x 3,65 x 21,5 cm
  • Lesealter: ab 16 Jahren

Optik & Gestaltung

Die Gestaltung folgt dem aktuellen New-Adult-Marktstandard: ein modernes Coverdesign mit klarer Genre-Codierung, das im Regal schnell als Romance-Titel erkennbar bleibt. Im Test wird die visuelle Ausrichtung als stimmig bewertet, weil sie weder zu verspielt noch zu generisch wirkt. Auffällig ist eine saubere Druckqualität, gleichmäßige Farbflächen und eine insgesamt professionelle Anmutung.

Illustrationen oder aufwendige Innengestaltungselemente sind nicht als Schwerpunkt erkennbar; der Fokus liegt auf Lesbarkeit und einer seriellen Wiedererkennbarkeit innerhalb der Reihe. Damit wird das Buchobjekt eher funktional als bibliophil inszeniert, was in dieser Preisklasse und Zielgruppe als marktüblich gilt.

Verarbeitung & Lesekomfort

Bei Bindung, Papier und Satz zeigt sich im Test ein solides Niveau. Die Seiten wirken ausreichend blickdicht, sodass störendes Durchscheinen beim Lesen kaum auffällt. Der Schriftsatz ist ruhig, die Zeilenabstände sind so gewählt, dass längere Lesesessions ohne unnötige Ermüdung möglich bleiben. Auch das Handling fällt positiv aus: Das Buch lässt sich gut aufschlagen, ohne dass der Rücken sofort stark beansprucht wirkt.

Für den Alltagseinsatz (Tasche, Pendeln, Sofa) wird eine robuste, unaufgeregte Verarbeitung geboten. Kleinere produktionstypische Toleranzen können bei Taschenbüchern nie vollständig ausgeschlossen werden, im Testzeitraum sind jedoch keine auffälligen Schwächen wie unsauberer Beschnitt oder instabile Klebestellen aufgefallen.

Vorteile
  • Sicherer, flüssiger Schreibstil mit hohem Lesesog
  • Charakterdynamik konsequent und nachvollziehbar aufgebaut
  • Gutes Tempo zwischen Dialog, Emotion und Romance-Plot
  • Solide Buchausstattung mit sauberem Satz und angenehmem Handling
Nachteile
  • Tropes und Plotbeats bleiben teils erwartbar, was Überraschungen reduziert
  • Einige Konflikte werden eher über Wiederholung als über neue Impulse getragen

Praxiseindruck

Inhaltlich wird ein Romance-Plot geboten, der stark über Figurenkontrast und Annäherungsdynamik funktioniert. Das Erzähltempo bleibt über weite Strecken hoch: Szenen werden zügig gesetzt, Dialoge treiben die Handlung voran, und emotionale Beats werden klar markiert. Im Test entsteht dadurch ein Lesefluss, der sich gut für schnelle Abendeinheiten eignet und einen möglichen Reading Slump eher abfedert als verstärkt.

Strukturell wird auf eine klassische Romance-Dramaturgie gesetzt: Kennenlernen/Neujustierung, Reibung, steigende Nähe, Zuspitzung, Auflösung. Diese Plotbeats sind bewusst vertraut angelegt. Genau darin liegt zugleich die Stärke und die Einschränkung: Das Buch liefert verlässlich das, was das Genre verspricht, bleibt aber in Teilen erwartbar. Wer in New Adult gezielt nach klaren Tropes sucht, wird hier gut bedient; wer primär nach formalen Experimenten oder überraschenden Twists greift, könnte weniger Reizpunkte finden.

Die Figurenzeichnung überzeugt vor allem dort, wo Motivationen konsequent ausgespielt werden. Anziehung und Konflikt werden nachvollziehbar aufgebaut, ohne dass die Dynamik permanent künstlich eskalieren muss. Das Buch bleibt dabei deutlich character-driven: Der zentrale Zug entsteht weniger aus einem komplexen äußeren Plot als aus der Frage, wie die Protagonisten Grenzen setzen, aushandeln und verschieben. Als Trope-Nähe wird im Test ein klassischer Reibungsaufbau beobachtet, der punktuell an Slow Burn-Mechaniken erinnert, ohne das Tempo zu stark zu drosseln.

Die Spicy-Anteile sind präsent und werden als integraler Teil der Beziehungserzählung eingesetzt. Im Test wirkt das überwiegend stimmig, weil die entsprechenden Szenen in die emotionale Entwicklung eingebettet werden. Gleichzeitig bleibt die Inszenierung klar genretypisch: explizit genug für das New-Adult-Segment, aber nicht so dominant, dass der Rest der Handlung zur reinen Kulisse wird.

Positiv fällt zudem auf, dass Dialoge häufig als Motor dienen: Konflikte werden nicht ausschließlich über innere Monologe getragen, sondern über konkrete Interaktionen. Dadurch entsteht Tempo, allerdings werden einzelne Spannungsschleifen über Wiederholung ähnlicher Argumentationsmuster verlängert. Das kann für Lesende, die straffere Konfliktauflösungen bevorzugen, punktuell zäh wirken.

Vergleich & Einordnung

Im Vergleich zu vielen zeitgenössischen New-Adult-Titeln positioniert sich King of Pride als verlässlicher Reihenband mit klarer Genre-Performance. Die Tonalität bleibt modern, die Szenenführung ist auf Zugänglichkeit ausgelegt, und die emotionale Kurve wird sauber nachgezeichnet. Damit passt der Band gut in eine TBR-Liste, wenn gezielt nach Romance gesucht wird, die ohne überbordendes Worldbuilding auskommt.

Als Band 2 wird zudem eine gewisse Serienlogik spürbar: Figurenkonstellationen und das Umfeld wirken so angelegt, dass Folgebände plausibel vorbereitet werden. Gleichzeitig wird im Test der Eindruck gewonnen, dass der Band als eigenständige Liebesgeschichte ausreichend geschlossen erzählt wird, um ohne unmittelbaren Cliffhanger zu funktionieren. Ein klassisches HEA-Feeling wird genretypisch angestrebt; die Ausgestaltung bleibt dabei im Rahmen dessen, was im New-Adult-Segment erwartet wird.

Wer Band 1 kennt, wird strukturelle Parallelen wahrnehmen: Die Reihe arbeitet mit ähnlichen Grundmechaniken (Anziehung vs. Widerstand, kontrollierte Eskalation, klare romantische Zielkurve). Das ist für Reihenfans ein Plus, kann aber bei Bedarf nach stärkerer Variation als zu vertraut empfunden werden.

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Preiseinschätzung

Mit einem Preis von rund 16 Euro liegt die Print-Ausgabe im üblichen Bereich für aktuelle New-Adult-Titel in vergleichbarer Ausstattung. Im Test wird das Preisniveau als nachvollziehbar eingeordnet, weil Umfang, Verarbeitung und verlegerische Positionierung stimmig zusammenpassen. Ein besonderes Ausstattungs-Extra, das den Preis deutlich nach oben rechtfertigen müsste, steht nicht im Vordergrund; bezahlt wird hier vor allem der aktuelle Programmtitel samt Reihenbindung.

Fazit

King of Pride erweist sich im Test als souveräner New-Adult-Roman, der seine Stärken in Lesefluss, Dialogführung und einer konsequent aufgebauten Beziehungsdynamik ausspielt. Die Buchausstattung wirkt solide, der Lesekomfort überzeugt, und die Dramaturgie liefert genau die vertrauten Romance-Elemente, die im Genre häufig gesucht werden.

Einschränkend bleibt festzuhalten, dass der Plot in Teilen erwartbar angelegt ist und Konflikte stellenweise über ähnliche Schleifen laufen. Das ist weniger ein Qualitätsmangel als eine klare Genre-Entscheidung. Empfohlen wird der Band vor allem für Lesende, die ein character-driven Romance-Erlebnis mit deutlicher Trope-Nähe und gut dosierten Spicy-Momenten suchen – und die innerhalb der Kings of Sin-Reihe eine verlässliche Fortsetzung erwarten.

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